Die Mutterhaut vergisst nie

Die Haut vergisst nie – dieses Damoklesschwert hängt ja bekanntlich seit Jahren über unseren runzligen Bronzetaints. Wir cremen uns und unsere Kinder ein, bis sie wie Schneemänner aussehen, Sonnenhut auf, Neoprenanzug an. Wir sind gewappnet. Wir wollen in jedem Fall vermeiden, dass unsere Haut was zu erinnern bekommt und ich denke, die meiste Zeit klappt das ganz gut.

Soweit, so gut.

Just in diesem Moment liegt der kleine Mensch neben mir und sein linkes Hinterteil sieht aus wie eine Mischung aus roter Grütze und Pizza Margarita.
Ich habe gecremt, ich habe ihm das Käppi aufgesetzt. Er hatte Wasserschuhe an um sich vor den miesen Seeigeln zu schützen. Er hat sich auf eine unsichtbare Qualle gesetzt.

Wir haben sie alle nicht gesehen, das Wasser war lau und klar, und eine Freundin und deren kleinen Menschen hat es auch erwischt. Keiner von uns hat eine Qualle gesehen. 

Meinen kleinen Menschen hat es am schlimmsten erwischt, der Schmerz war enorm und mein Mutterherz ist wieder mal stehen geblieben, als sich das Ausmaß der Katastrophe gezeigt hat. 

Inzwischen sind fast 24 Std vergangen. Wir haben heute kurz eine sehr nette Ärztin drüber sehen lassen und uns wurde ein Rezept für eine Salbe ausgestellt.

Die Stelle wird sicherlich bald gut verheilen und wir können das ganze unter der Rubrik „Scheiße im Urlaub“ verbuchen. Der Doc wird sich vermutlich in ein paar Wochen nicht mehr dran erinnern und wenn er älter ist, diese Episode nur aus Erzählungen kennen.

Aber ich kann weder vergessen, noch verdrängen. Jede Schramme prägt sich unauslöschlich auf meiner Mutterhaut ein.
Die erste schlimme Fiebernacht, und die vielen, die danach gekommen sind. Die ganzen Magen-Darms, das halbe Hand Mund Fuß. Die bakterielle Mittelohrentzündung, der angeschlagene Zahn, der angestoßene Kopf.

Die Quallenattacke.

Der Doc ist noch nicht mal 2. 

Eines weiß ich jetzt schon. Meine Mutterhaut ist ziemlich dünn. Wird die auch mal dicker? 

Evt war die Quallengeschichte jetzt der krönende Abschluss des ersten Krippenhahres, denn alle Schrammen und Krankheiten haben sich innerhalb der letzten 11 Monate ereignet. Was für ein Scheißjahr – vom Gesundheitsaspekt her.

Versteht mich nicht falsch: natürlich sind das alles Lappalien, um die Eltern chronisch kranker Kinder froh wären. The Horror – the Horror!

Die Sorge um unsere Kinder, um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden eint alle Eltern.
Dass ich nicht nur mehr die Tochter meiner Mutter, sondern selbst eine bin, habe ich u.a. deutlich an dem Mitgefühl für meinen großen Bruder gemerkt. Er wär mit 1,5 fast an einer Erdnuss erstickt und gestorben. Nicht übertrieben: Ende der 60er Jahre wurde meiner Mutter gesagt, sie solle morgens wieder in der Kinderklinik anrufen und fragen, ob ihr kleiner Sohn es geschafft hätte.
All die kinderlosen Jahre zuvor, habe ich die Geschichte zwar immer nur großem Respekt gehört und selbst weitererzählt. Seitdem ich selbst einen kleinen Buben habe trifft sie mich in meine Weichteile. Frontal und ungeschützt. Ich rede mit meiner Mama drüber und sie sagt: „Kannst dir jetzt vorstellen, wie es mir gegangen ist?“ Jetzt kann ich und ihre Mutterhaut hat nichts vergessen.

Upcycling: Pumphose für Faule

Vor einiger Zeit hab ich alte T-Shirts von mir aussortiert. Zuerst wollte ich sie noch irgendwie verkaufen oder verschenken, aber bald sind sie in den „mal-schauen-was-man-draus-basteln-kann“-Stapel gewandert.

Ich bin auch durch die Garderobe vom Schnorch durch und habe festgestellt, dass es uns an sommerlichen Schlumbihosen mangelt. Genau genommen hatte ich keine einzige Hose für ein bisserl wärmeres Wetter. Blöd. Nach einer halben Std. Grummelei meinerseits, dass ich wieder Klamotten kaufen darf, ist der Groschen gefallen: ich näh meine alten Shirts zu jugendlichem Beinkleid um!

Ich bin eine unglaublich faule Näherin, ich kann mich an keinen noch so gut gemeintes Schnittmuster und/oder Tutorial halten, weil mir alles zu umständlich ist und zu viel Gefummel.

Also hab ich selber kurz rumprobiert und ein Hoserl genäht, dass diesen Sommer, aber sicherlich nicht mehr überlebt.

Wenn Dir auch nach wenig Arbeit ist, dann nimm:

  • 1 altes Tshirt
  • Bündchenstoff
  • Hosengummi

Und los geht’s:

Ein bisschen Fummeln muss sein. Nimm das T-Shirt und leg eine Vergleichshose drauf. Ihr habt mich erwischt, ich habe bereits ein – nennen wir es „Probeexemplar“ genäht…

Wenn du das T-Shirt links hinlegst, kannst du mit einem Kuli gleich prima den Umriss nachzeichnen.

Faulheits-Bonuspunkt: umrande lediglich 1 Bein, wir falten das Shirt kurz darauf längs mittig um was halbwegs symmetrisches zu bekommen.

Fixier am besten das gefaltete Tshirt mit Stecknadeln. Ich hab hier praktischerweise irgendein altes Jersey-Viskose-kuschelweich-aber-Arschloch-Shirt genommen, was mich im weiteren Verlauf noch ein paar Nerven (und 2 Maschinennadeln) kosten wird, genommen.

Wenn du den Umriss des 1 Hosenbeins genommen hast, be bold und schneide deine Stücke Stoff auf einen Happs aus. Ja, Du schneidest tatsächlich durch 4 Lagen Stoff , schließlich sind wir faul.

Als Ergebnis solltest du 2 Stoffstücke bekommen, welche die Hose schon erahnen lassen.

Nun steckst du die beiden Teile rechts auf rechts zusammen.

An den Waden wollte ich doch noch Bündchen haben, deswegen habe ich den Bündchenstoff ausgeschnitten und ebenfalls zusammengesteckt.

Wie du siehst, habe ich ein langes Bündchen gemacht, das ich zunächst in einem Rutsch zusammennähe und erst danach in der Mitte zu 2 Bündchen teile.

Wenn du noch nie Bündchen genäht hast, empfehle ich dir dieses Video. Ein Tipp noch von mir: mach das Bündchen nicht zu eng, wenn du Wutanfälle während des Nähens vermeiden möchtest.

So, an dieser Stelle weitere Anleitung in Textform:

Das Bündchen mit Steppstich zusammennähen, teilen, auf rechts drehen, so dass die Naht innen aufeinander liegt. (Wie im Video)

Die Ex-T-Shirtteile mit Zickzack- oder Overlock-Stich, je nachdem was deine Maschine hergibt, zusammen nähen.

Dann werden die Bündchen in die Hosenbeine gesteckt und angenäht.

Und obenrum am Bauch schlägst du den Stoff 2x um, damit du einen Saum bekommst. Mit Stecknadeln feststecken, und mit dem Steppstich einmal drumherum nähen. Pass auf: in den Saum  soll danach noch unser Hosengummi. Lass also 3 cm frei, um das Gummi durchfummeln zu können.

Nach Nähen und Fummeln sollte das Ganze etwa so aussehen:

Ah, man sieht hier sehr gut, was für eine total schlampige Schneiderin ich bin!

Entweder du verknotest nun den Hosengummi oder du nähst ihn zusammen. Ich bevorzuge hier ausnahmsweise das Nähen, weil ich mir so einen Knoten an der Seite etwas unangenehm vorstelle.

Nun kannst du auch die freigelassenen 3 cm Saum zunähen.

Fäden vernähen bzw abschneiden, fertig! Bild kopfüber:

In Action:



Augenblicklich liegt der Schnorch neben mir und ratzt… Die Hose scheint ganz gemütlich zu sein.

Und ab zum creadienstag damit!

Hustentee

Achja, soviel hatte ich die Woche vor. Sogar die 7 Sachen hab ich erstmalig geplant und photographiert, um meinem Lieblingsblog Frau Liebe zu huldigen. Aber ach, das virale Muttertagsgeschenk vom Schnorch hat mich niedergestreckt, wie der Imperator Luke Skywalker.

Nun bin ich die ganze Woche krank geschrieben und hänge zuhause ab.

Vor ein paar Jahren habe ich eine kleine Ausbildung in Phytotherapie gemacht, weil ich’s ein bisserl mit Blumen hab. Besonders mit denen, die man irgendwie noch weiter verarbeiten kann. In der Ausbildung haben wir nicht nur einiges über die heimischen Kräuter gelernt, sondern u.a. auch wie man aus ihnen Tee, Salben, Cremes, Badezusätze, etc machen kann. Welche Kräuter sind für oder gegen was gut und in welcher Dosierung…

Aus aktuellem Anlass geb ich Euch heute mein Erkältungstee-Erfolgsrezept weiter. Ich hab mir den Tee selbst zusammengestellt und finde ihn immer spitzenmäßig bei Hustenschnupfenheiterkeit.

Vorab natürlich der Disclaimer: Ich bin kein Arzt oder Heilpraktiker oder so. Wenn Ihr bekannte Allergien gegen eines oder mehrere der hier verwendeten Kräuter habt, dann ist der Tee natürlich nix für Euch, bzw das Kraut müsst Ihr dann weglassen. Ich gehe davon aus, dass meine Leser klug sind und selbst enscheiden können, was sie sich da einverleiben.

Ich packe in meinen Tee:

Spitzwegerichblätter (schleimlösend, erleichtern das Abhusten)
Thymian (der Hustenchef)
Salbei (gegen Halsweh, kann man immer brauchen)
Königskerzenblüten
Gänseblümchen (oder aber auch römische Kamille. Irgendwie war mir dieses Mal aber mehr nach Gänseblümchen)

Zu jeweils gleichen Teilen mischen. Also macht 20 g pro Kraut insgesamt 100 g Teemischung.
Nehmt für Teemischungen generell nie mehr als 5 verschiedene Zutaten, ansonsten werden die einzelnen Kräuter zu schwach.
Pro Tasse nimmt man dann soviel Tee, wie man mit 3 Fingern fassen kann. Die Kräuter werden mit kochendem Wasser aufgegossen und dürfen ca 8 Minuten bedeckt (also mit Kannendeckel drauf) ziehen.

Lasst den Tee noch ein bisserl auskühlen und süßt ihn gerne mit Honig.
Wenns gerade akut ist, trinke ich 1-2 1L-Kannen pro Trag, aber das wirklich nicht länger als eine Woche. So Gesundheitstees sollte man nicht wirklich als Dauergetränk nutzen, sondern nur, wenn man ihn braucht.


 

Obst am Kopf

In ein paar Tagen jährt es sich jetzt also zum 12. Mal, dass der Robert und ich erstmalig etwas ziemlich angetrunken an einer Tramhaltestelle rumgeknutscht haben. Danach hat der Robert beschlossen, ich sei nun seine Freundin, ich hingegen kann mich nicht erinnern, jemals eine schriftliche Einverständniserklärung in Form von ja/nein/vielleicht ausgefüllt und unterzeichnet zu haben.

Der Zug ist ohnehin abgefahren, seit einiger Zeit wohnt hier ja der kleine Mensch und vorher haben wir tatsächlich richtig geheiratet.

Dass wir heiraten, hat auch der Robert „beschlossen“. Ich habe beschlossen, dass wir auf Herzchendeko, Rosen und weiße Tauben verzichten und alles ein bisserl anders machen. U.a. die Einladungen. Weil ich nicht so der romantische (dafür aber ein ziemlich alberner) Typ bin, hab ich die rosa „Schaut-her-wir-lieben-uns!“-Karten in der Ecke stehen gelassen und stattdessen jede Karte selber mit albernen Photos und kitschigen Poesiealben-Blumen (und Kätzchen, die gehen immer, finde ich) beklebt. Und geschrieben. Persönlich. Jede mit eigenem Einladungstext.

Jede.einzelne.der.70.Karten.

Zitat meiner Trauzeugin Jutta: „Wenn Du besonders geschmacklose Karten machen wolltest, dann ist Dir das gelungen.“ Yes!

Eine Karte, die mir am besten gefallen hat, habe ich behalten.

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Sehr traurig: ich habe sie total vergessen und erst vor ein paar Tagen im ganzen Bastelkram wieder gefunden.

Hab dann doch noch ein paar liebe Worte für den Mann reingeschrieben und die Karte in seinem Schrank versteckt, bis er sie am Abend gefunden hat. Jetzt hat sie einen Ehrenplatz.

Unser kleiner Balkon

Etwas traurig bin ich schon, dass wir keinen Garten haben. Das wäre aber tatsächlich ein arger Luxus in der Stadt und da ich schon zu Studienzeiten einen Balkon mein zumindest gemietetes Eigen nennen konnte, bin ich über die Jahre eine ambitionierte Balkongärtnerin geworden. Die beiden letzten Jahre darf ich aber nicht dazu rechnen, 2014 war ich schwanger und mir war zur pflanzrelevanten Zeit nicht gut. Das Jahr drauf war der Schnorch dann da und erstmal wichtiger. 

Dementsprechend sah es diesen Vorfrühling auch etwas verwahrlost aus. Der Robert hat sich letzten Samstag mit dem Schnorch in die Heimat verkrümelt. Die Gunst der Stunde habe ich genutzt und den Balkon bepflanzt! Ein bisschen plagt mich das schlechte Gewissen, denn weder habe ich im Vorfeld ganz sorgsam alles beim Rühlemanns ausgewählt, bestellt und vorgezogen, noch hab ich mich an die Pflanzregel Nr. 1, bis nach Ende der Eisheiligen damit zu warten, gehalten. Ich war einfach im Gartencenter und hab eingekauft, was mir gefällt und von dem ich wusste, dass es einigermaßen pflegeleicht ist. Shame, shame, I know your name…

Der fertige Balkon wurde später begutachtet:

 

Ein Hobby vom Schnorch ist Steinesammeln. Zuhause waschen wir die Steine und wenn uns langweilig ist, gibt’s ne Malsession. Die veredelten Stücke finden zwischen den (nicht gekauften) frischen Hauswurzkindeln Platz.

 

Ich bin kein Fan von extra Pflanztöpfen in  terracotta-Plastik. Deswegen bepflanze ich gern alle möglichen Behältnisse.

  
 

Nachdem wir nicht soviel Platz haben, denke ich 3-dimensional und habe schnell eine Hängeampel geknüpft.

 

Alte Blechdosen machen sich auch immer gut.
  
 

Zwei Biberl wohnen im großen Topf mit dem japanischen Geißblatt.

 

Einen langen Kasten habe ich für Pflanzexperimente vom Schnorch aufgehoben. Geplant sind Bienen-Blumen, Winden und Kapuzinerkresse.

  

Endlich ausruhen!

    

   
 

 

TGIF

Freitag ist mein „freier“ (Vormit)Tag. Neben Butze-Aufräumen und Putzen, Einkäufe erledigen und Handwerker zur Tür rein lassen, habe ich an und an Zeit für Krimskrams.

Erstmal Frühstücken

Alte Sesamsemmel mit Hummus und Gurke/Birne. Und Tee.
Dann war Badkrimskrams dran.

Was ist das denn? Seit einiger Zeit nehm ich kein Duschgel mehr her. Irgendwann ist mir aufgefallen, dass ich von meinem Bürojob garnicht soooo schmutzig werde, dass es Not tut mich täglich abzuseifen. Tatsächlich wird man ganz gut nur mit Wasser sauber und – surprise, surprise – meine Haut ist auch nicht mehr so knochentrocken! Für „geruchsanfällige Zonen“, wie ich sie hier mal nennen möchte, habe ich eben ein Stückchen Seife und einen Waschlappen benutzt.
Heute neu: Ich habe, statt dem Lappen, einen Waschhandschuh genommen, das Stückerl Seife darin verstaut, und eine Schnur zum Aufhängen dran gemacht.
Jetzt grapsch ich mir beim Duschen sozusagen mein Seifensackerl und schrub meine Achseln, damit meine Umwelt nicht die Nase rümpfen muss.

Wo ich schon grad im Bad war: restliches Kokosöl in einen Schraubtiegel umgefüllt und zum Wimperntusche entfernen ins Bad gestellt. Vorher noch den Deckel neu beklebt.

Weil mir grad so nach Kleben war, habe ich danach auch noch den Wasserspender für die Popo-Läppchen vom Schnorch neu bezogen.
Wie viele andere Mamas auch, nehme ich ebenfalls keine gekauften Feuchttücher her, wir haben Baumwollläppchen aus alten T-Shirts. Die kommen einfach nach Gebrauch in die 60 Grad Wäsche. Es gibt einige Rezepte, wie man die Läppchen bereits im Vorhinein befeuchtet und in einer Box gebrauchsfertig bewahrt, leider ist davon nix länger haltbar. Ich experimentiere momentan mit Wasser und Öl in einem alten Seifenspender. Sobald ich mit der Angelegenheit zufrieden bin, gibt’s nen eigenen Blogeintrag dazu.

Eier färben

Wir haben am Gründonnerstag noch Eier gefärbt.

 

Nur ganz wenige. Wir sind keine großen Eieresser, aber begeisterte Eier-Zerdatscher.

 
  

Eier mit Olivenöl noch „glänzig machen“. Dynamisches Photo:

 

Fertig.

 

Mit österlichem Soundtrack 

  
Übrigens: ich habe mit kritischem Stirnrunzeln zur Kenntnis genommen, dass nicht zu jeder Tageszeit auf wenigstens einem Fernsehsender ein Historienschinken läuft! Frechheit. Ich vermisse „Ben Hur“, oder den Moses in „Die 10 Gebote“, ich vermisse insbesondere „Das Leben des Brian“. Was  ist da los, mag niemand außer mir noch den zerbatzden Messala sehen? 

Versteht mich nicht falsch, ich bin ganz froh, dass wir keine Streitwagen-Rennen mit Todesfolge in echt und jetzt haben. Für das Nonplusultra-Osterfeeling gehört aber ein Überlängenfilm dazu. Andere schauen auch Sissi an Weihnachten…

  
  

Gemütlich gen Ostern

In österlicher Vorfreude gestalten der Robert, der Schnorch und ich unsere Abende gerade sehr gemütlich.
Ich muss ja sagen, dass ich zu den Leuten gehör, die Ostern lieber mögen als Weihnachten. Hängt wohl mit dem ganzen Frühlingskrimskrams zusammen.

Gemütliche Rührei-Brotzeit. Mit „Beze“ und „Ghoke“ – lt. Schnorch.
Außerdem arbeite ich ganz ganz fest daran, dass bald Frühling wird, indem ich mir eine wulli-warme Wintermütze stricke. Erwartet sonnige 20 Grad plus exakt 2 Stunden nach Fertigung des „Wurms“:

Anprobe:

Und ein Vorreiter-Baum in unserer Straße blüht gegen das Grau an:

Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob der Schnorch und ich uns heute noch ans Eier-Färben machen. Wir schauen mal und halten Euch auf dem Laufenden.

Destroy 2000 years of culture

Ich glaube, ich war in der Grundschule, da hatte ich eines Abends den Wunsch einen Stapel Spielkarten zu nehmen und sie von unserem Balkon im 2.Stock zu werfen. Um zu sehen, wie sie wohl einzeln durch die Luft fliegen, naja, ich wollt’s halt ausprobieren und schauen, was passiert. Doof wie ich war (und evt auch noch bin), hab ich meinen Eltern von meinem geplanten Experiment erzählt, welches daraufhin sofort unterbunden und abgebrochen wurde. Ich war stinksauer!

Die Rache folgt 30 Jahre danach. Meine Mama hat aus ihrem Riesenfundus für alles dem Schnorch vermeintlich unkaputtbare Ostereier geschickt. „Dann kann er sich damit spielen“…

Ich hab meine zerbrechlichen dieses Jahr wohlweislich in der Eierschachtel gelassen und einen netten Strauß mit Holzeiern gemacht.

Heute morgen beim Frühstück hat der Schnorch die Eier inspiziert und sie einer gründlichen Qualitätsprüfung ausgesetzt. Siehe da, kann man wohl kaputt machen:

  

Die Stimmung war an ihrem Höhepunkt, als der Schnorch seine Hulk-mäßigen Kräfte erkannt und die Eier mit bloßen Händen zerdatscht hat.

  
Robert bestaunt im Hintergrund die unglaubliche Kraft seines Sohnes und trinkt Kaffee.

Ich kann Euch sagen, wir hatten alle 3 ziemlichen Spaß bei dieser absolut destruktiv-sinnbefreiten Angelegenheit.

Am Ende der Abrissparty sah der Küchenboden ein bissl nach Aschermittwoch 3 Uhr früh aus

  
Toll, toll, toll! Die Eier sind den Weg alles Irdischen gegangen und ich hab aus der übrig gebliebenen Holzschachtel noch schnell einen kleinen Setzkasten gebastelt.

  
  
  
Mal sehen, wann das Tape den Geist aufgibt und der Setzkasten abstürzt, aber bis jetzt macht er sich ganz gut im Wohnzimmer unterm Jimi Hendrix (Poster).

Mein Kumpel in der Arbeit

Der Doc hat mir heimlich einen kleinen Kumpel in meine „Businesstasche“ (ich sag gern Schulpack) gesteckt.

Der kleine Typ steht seitdem auf meinem Schreibtisch und schaut mir beim Arbeiten auf die Finger. Ich freu mich über die Gesellschaft. Ist auch viel cooler, als ein Photo im Rahmen